Abstracts
Bauer, Séverine Worin bestehen die Neuerungen
in einem Kunstunterricht, der an kompetenzorientierten Bildungsstandards
orientiert ist? Séverine BAUER, Kunsterzieherin Sekundarstufe, schulinterne Koordinatorin für das Fach Kunst Carole CHAINE, Kunsterzieherin Sekundarstufe, beigeordnete Schulleiterin Patricia HUIJNEN, Kunsterzieherin Sekundarstufe, Museumspädagogin MUDAM Danielle STAMMET, Kunsterzieherin Sekundarstufe, Referendarausbildung
Franz Billmayer Im
Unterricht bietet Kunstpädagogik eine Dienstleistung an. Eine
erfolgreiche Dienstleistung hängt von den Möglichkeiten der
Dienstleister (Angebot) und den Bedürfnissen der Kunden (Nachfrage)
ab. Im Idealfall ist das Angebot etwas umfangreicher als die Nachfrage.
Sinkende Nachfrage führt mit der Zeit zum einem Existenzproblem.
Die Nachfrage kann sinken, weil kein Bedarf (mehr) besteht oder das Angebot
nicht gesehen wird. Nimmt man das Lamento von KunstpädagogInnen über
die geringe Wertschätzung ihrer Tätigkeit ernst, sinkt offensichtlich
die Nachfrage nach Kunstpädagogik (dauernd). Das stößt
bei der Kunstpädagogik auf weitgehendes Unverständnis: bietet
doch nach ihrer Ansicht das Fach kompetente Antworten auf (fast) alle
Probleme der Gesellschaft im Allgemeinen und der Schule im Besonderen. Bitte führen Sie mit ihren Schülerinnen und Schülern eine Umfrage mit den Fragebögen durch und schicken Sie die Ergebnisse bis Mitte Oktober 2009 an franz.billmayer@moz.ac.at . Die Fragebögen gibt es als PDF und als Word-Datei. Franz Billmayer:
Jg. 1954, Studium an Universität München Germanistik, Geschichte,
Politik; dann Bildhauerei und Kunsterziehung an der Akademie der Bildenden
Künste, München (bei Robert Jakobsen); 1981 Erstes Staatsexamen
für Kunsterziehung, DAAD-Stipendium für Schweden; 1987 Zweites
Staatsexamen; Kunsterzieher an verschiedenen Gymnasien, künstlerischer
Assistent an der Kunstakademie München; 1998 – 2003 Professor
für Kunst und ihre Didaktik, Schwerpunkt Bildhauerei an der Universität
Paderborn; seit 2003 Universitätsprofessur für "Bildnerische
Erziehung" an der Universität Mozarteum, Salzburg; seit 2007
leitender Redakteur des Fachblatts des BÖKWE; im Internet: www.bilderlernen.at
Brink, Sonja Seit 1932 wird die Sammlung der Kunstakademie Düsseldorf als Dauerleihgabe
am museum kunst palast bewahrt. Sie enthält unter anderem Zeichnungen
und druckgraphische Blätter des 15. bis 19. Jahrhunderts, mit Schwerpunkt
auf den Zeichnungen des römischen Barock. Durch einen museumsspezifischen
Ansatz trat die ursprüngliche Funktion
als Vorbildersammlung in den Hintergrund – die wissenschaftliche
Bearbeitung und konservatorische Betreuung standen nun im Zentrum der
Akademie-Sammlung. Dr. Sonja Brink: Seit 1996 als Kuratorin verantwortlich für die Sammlung der Kunstakademie am museum kunst palast (ehem. Kunstmuseum Düsseldorf). Zahlreiche Publikationen zur Zeichnung und Druckgraphik des 16. bis 18. Jahrhunderts. Forschungsschwerpunkt: italienische Kunstgeschichte bis 1800.
Burkhardt,
Sara Zunehmend intervenieren Künstler mit neuen Technologien im erweiterten öffentlichen Raum. Der öffentliche Raum wird (wieder) zum sozialen Handlungsraum. Es geht diesen Künstlern weniger um die digitalen Technologien selbst als um vernetzte „gegenwärtige Räume” (Inke Arns). Hier knüpfen kunstpädagogische Prozesse an, die nicht die Technologie fokussieren sondern die Interaktion von Betrachtern. Im Fokus der Sektion stehen Unterrichtskonzepte, die das Netz nicht nur als Informationsraum begreifen, sondern als Handlungsraum, der von Lernenden gestaltet wird. Sara Burkhardt, Dr. phil., Jg. 1970, Wissenschaftliche Mitarbeiterin für das Fach Kunst im Institut für Ästhetisch-Kulturelle Bildung an der Universität Flensburg. Stellvertretende Vorsitzende des BDK e.V. (Fachverband für Kunstpädagogik). E-Mail: burkhardt@uni-flensburg.de
Buschkühle, Carl-Peter Kunst ist Gegenstand des Unterrichtes. Dies meint nicht nur den Einsatz
von Kunstwerken im Unterricht, sondern auch die Kunst als Denk- und Handlungsweise,
die die Kunstpädagogik zur Bestimmung grundlegender Inhalte, Ziele
und Methoden des Lernens herausfordert. Carl-Peter Buschkühle: Jg. 1957; Studium der Kunst, der Philosophie und der Erziehungswissenschaften in Paderborn, Wuppertal und Köln; 1996 Promotion; 2006 Habilitation; 1986 – 2000 Kunst- und Philosophielehrer am Gymnasium der Benediktiner in Meschede/Sauerland; 1989 – 2000 Lehrbeauftragter für Kunstwissenschaft an der Bergischen Universität Wuppertal; 2000 – 2007 Professor für Kunstpädagogik an der Pädagogischen Hochschule Heidelberg; seit 2007 Professor für Kunstpädagogik an der Justus-Liebig-Universität Gießen; Forschungsschwerpunkte: Theorie und Praxis künstlerischer Bildung, philosophische Ästhetik und Kulturtheorie. Künstlerische Arbeit in Malerei, Zeichnung und Fotografie. http://www.uni-giessen.de/fb03/kunstpaedagogik/2_1-cp-buschkuehle.html
Czech, Alfred Wie lassen sich SchülerInnen motivieren,
Bilder eingehend und konzentriert zu betrachten, die auf den ersten Blicks
nicht mit ihrer Welt und Wirklichkeitserfahrung
zu tun haben? Dr.
Alfred Czech, Studium der Kunstpädagogik an der Akademie der
Bildenden Künste München und der Kunstgeschichte an der Ludwig-Maximilians-Universität
München (Promotion in Kunstgeschichte). Sabine Jansen, Studium an der Gesamthochschule Essen, Lehramt für
die Sekundarstufe I / II Kunst und Biologie
Fricke, Dietlinde Ein wichtiger Bestandteil des Kunstunterrichts in der Sekundarstufe
I ist
es, die Eigenverantwortlichkeit der Schülerinnen und Schüler
zu stärken. Die Dietlinde Fricke,
Lehrerin in der Sekundarstufe I an einer Realschule in Duisburg;
Studium der Fächer Kunst, Sozialwissenschaften und Erziehungswissenschaften Christiane Hartmann, Realschullehrerin für Kunst und Englisch
in Krefeld;
Studium der Anglistik/Amerikanistik, Kunstgeschichte,
Erziehungswissenschaften an der Westfälischen Wilhelms-Universität
Münster
und gleichzeitig des Kunstpädagogischen Werkens an der Pädagogischen
Hochschule Westfalen-Lippe; Mitte der 1990er Jahre Lehrplanbeauftragte
für
das Fach Kunst an der Realschule NRW; jahrelange Tätigkeit als Moderatorin
in der Fort- und Weiterbildung bei der Bezirksregierung Düsseldorf
im
Gerhardus,
Norbert Schüler
und Schülerinnen produzieren und rezipieren in ihrem
Alltag Bilder in Massen. Ihre Überfülle von zumeist digitalen
Bildern zeigen, tauschen und verlinken sie in Internetforen wie YouTube
und SchülerVZ. Der Bildumgang wird so zum primär sozialen Prozess. Norbert Gerhardus (Köln), Lehrer an einem Gymnasium Jörg Grütjen (Düsseldorf), Lehrer an einer Gesamtschule, Lehrauftrag an der Universität Duisburg-Essen Dr. Ansgar Schnurr (Düsseldorf), wissenschaftl. Mitarbeiter an der Universität Dortmund, Lehrer an einer Gesamtschule
Glas, Alexander Kunstpädagogik unterstützt jene Prozesse, in denen (Bild)wahrnehmungen
gleichzeitig vom Verlangen nach Textbildungen und einer sprachlichen
Strukturierung des Gesehenen begleitet werden. Bilder gehören in
der Regel zu jenen (vor)strukturierten Artefakten, die vernetzt in unverstellter
Unmittelbarkeit Phänomene herausstellen und dadurch den Prozess
der Begriffsbildung und die Bildung von Mentalmodellen fördern.
Was zunächst als visuelle Wahrnehmung aufscheint, versuchen wir
in angemessene Worte und Texte zu kleiden. Bilder sind jeweils „ein
Modell der Wirklichkeit“ (Wittgenstein). Sie übernehmen häufig
eine Leitfunktion in der Organisation menschlicher Erkenntnis und Theoriebildung.
Wahrnehmungen, Erkennen, Erinnern, Wissen und Handeln werden hier bereits
vorbegrifflich, vorstellig verhandelt. Bilder reflektieren die Welt und
beeinflussen wiederum weitere Wahrnehmungsprozesse und Modellbildungen. Alexander Glas, Prof. Dr. phil.; Jg. 1955; Studium der Malerei und
Kunstpädagogik
an der Akademie der Bildenden Künste München; Studium der Philosophie
und Kunstgeschichte in München und Bamberg; Erstes und Zweites Staatsexamen
für das Lehramt am Gymnasium; 1998 Promotion an der Universität
Augsburg; Tätigkeit im gymnasialen Schuldienst;
Glaser, Edith Der Wandel des bildsprachlichen, räumlich-visuellen Ausdrucksrepertoires
von Schüler/innen wird häufig ausgelöst durch Irritationen,
die zum Erproben und Erfinden neuer Darstellungsformen herausfordern.
Welche Darstellungsformen verwenden und entdecken 10- bis 13-Jährige?
Vor dem Hintergrund, dass in Kunst und Wissenschaft ebenso wie im Alltag
komplexe Vorstellungen von Raum ohne Hierarchie bestehen, gehen wir davon
aus, dass auch im Kunstunterricht unterschiedliche Darstellungsformen
geschätzt und gefördert werden sollten. In dieser Sektion werden
Videos von Zeichenprozessen direkt aus dem Kunstunterricht gezeigt und
Beobachtungen aus dem qualitativ-empirischen Forschungsprojekt raviko* präsentiert. Diskussionsbeiträge der Teilnehmer/innen werden
gerne aufgenommen. Edith Glaser–Henzer, Professorin (emer.) für Kunst und Didaktik der Kunst an der Pädagogischen Hochschule FH Nordwestschweiz; Co-Leitung des Forschungsprojektes ‘raviko’ zusammen mit Ludwig Diehl.
Grauer, Michael Nicht zum ersten Mal werden in der Kunstpädagogik Paradigmenwechsel
ausgerufen. Die Idee, dass die Auseinandersetzung mit Kunst kulturell
bilde, stehe zur Disposition. Ein neues Schulfach "Visuelle Medien" sichere
den rationellen Erwerb jener Kompetenzen, die Kinder und Jugendliche
in der heutigen Welt der Bilder brauchten. Gegen diesen kurzatmigen Medienoptimismus
könnte die Kunst indessen verstärkt gefragt sein. Sie gibt
aus ihren Freiräumen heraus Anregungen im unkonventionellen Umgang
mit dem herrschenden Mediengebrauch. Sie ist das Laboratorium, wo sich
Menschen exemplarisch mit der historischen Wirklichkeit auseinandersetzen
und nach Abweichung suchen. So bleibt die Ästhetische Erziehung
im Falle eines gut begründeten Unterrichts weiterhin an die störrischen
Modelle künstlerischer Setzungen gebunden. Michael Grauer: Dr. phil., Studium der Fächer Kunst, Philosophie
und Politikwissenschaft in Stuttgart und Kassel; verschiedene Tätigkeiten
im Bereich von Hochschule, Museum und Lehrerfortbildung; Lehrer am Ganztagsgymnasium
Klosterschule in Hamburg. Lehrbeauftragter für Kunstgeschichte an
der Universität Flensburg.
"Verschwinden wir alle im schwarzen Loch?" titelte die FAZ
am Tag der Inbetriebnahme des 27 km langen CERN-Teilchenbeschleunigers
im September 2008. Die Schlagzeile verschwand partiell in einem bedrohlichen
schwarzen Kreis. Ulrich Heimann, Dr. phil., Jg. 1951; seit 1979 Lehrer (Kunst und Deutsch) am Gymnasium Herdecke; seit 1998 Lehrbeauftragter für Kunstdidaktik an der Kunstakademie Düsseldorf; weitere Lehraufträge an den Universitäten Dortmund, Wuppertal und an der Alanus Hochschule für Kunst und Gesellschaft in Alfter.
Heuser, Christian Die Methode des Bildnerischen Tagebuchs ist nicht neu, wird
aber immer noch zu wenig im Kunstunterricht sinnvoll eingesetzt. Dabei
ermöglicht sie einen subjekt-, handlungs- und prozessorientierten
Unterricht, der die Schüler/innen unmittelbar anspricht und stark
motiviert. Zunächst Heuser, Christian (Jg. 1976):,Lehrer für Kunst und Geschichte an einem Düsseldorfer Gymnasium in den Sekundarstufen I und II
Hornäk,
Sara Das Unsichtbare zu materialisieren und dem Abwesenden Präsenz
zu verschaffen, zeichnet künstlerisch-gestalterische Tätigkeit
aus. Dinge lassen sich nicht nur abbilden, sondern auch unmittelbar abdrücken.
Doch wie oder wann wird aus einem Abdruck oder einer Abformung ein Kunstwerk? „Man
könnte […] im Abdruck eine für dieses Jahrhundert typische
Form der Kritik an der klassischen Repräsentation sehen – die
jedoch einen grundlegend anderen Weg einschlägt als die Abstraktion,
denn statt sich radikal vom dargestellten Gegenstand, vom ‚Realen’ abzuwenden,
wendet der Abdruck sich ihm radikal zu […]“ (Didi-Huberman
1999). Auf welche Weise dabei eine Spurensuche betrieben wird, in der
sich das Vergängliche in plastische Formen einschreibt, lässt
sich exemplarisch an Arbeiten von Marcel Duchamp, Giuseppe Penone oder
Rachel Whiteread nachvollziehen. Sara
Hornäk, Univ.-Prof. Dr. phil.:
Höxter, Clemens Bilder werden mittlerweile in allen Schulfächern vermehrt eingesetzt
und für Lernprozesse genutzt. Das gilt selbst für Fächer,
in denen die Sprache bisher im Zentrum stand und Bilder, wenn überhaupt,
nur marginale Berücksichtigung fanden. Clemens Höxter: Fachleiter für Kunst am Studienseminar Wilhelmshaven; seit 2003 Erster Vorsitzender im geschäftsführenden Bundesvorstand des BDK e. V. Fachverband für Kunstpädagogik Rolf Niehoff: ehem. Fachleiter für Kunst und Hauptseminarleiter am Studienseminar Krefeld; seit 2006 kunstpädagogischer Berater am Ministère de l’Education Nationale et de la Formation Professionelle [Luxembourg]; Erster Vorsitzender des BDK-NRW e. V. Fachverband für Kunstpädagogik
Johannsen, Jutta M.A. Die
Konzentration der Bildungspolitik seit dem „PISA- Schock“ 2001
auf die Fächer: Lesen/Leseverständnis, Mathematik und Naturwissenschaften
zeigt sich auch aktuell bei PISA 2009, wenn innerhalb der internationalen
Vergleichsstudie in der Bundesrepublik Deutschland an einem zweiten Testtag
die Bildungsstandards in Deutsch und Englisch abgetestet werden.
Kirchner, Constanze Dass die Notwendigkeit einer Fächer überschreitenden ästhetischen
Bildung auch im Kunstunterricht der Grundschule heute – in einer
sich ändernden Gesellschaft und mit zunehmend heterogenen Voraussetzungen
der Schülerinnen und Schüler – erforderlich ist, daran
besteht kein Zweifel. Doch wie können fachspezifische Unterrichtskonzepte
aussehen, die bildnerische Kernkompetenzen ausbilden und zugleich interdisziplinär
an der Lebenswelt der Kinder orientiert sind? Gegenwärtig wird bildungspolitisch
diskutiert, ob es – wie in einigen Bundesländern bereits üblich – sinnvoll
ist, einen so genannten ästhetischen Lernbereich in der Grundschule
zu definieren, der als Fächerverbund deklariert, auf einzelne Fächer
wie Kunst, Sport, Musik, z.T. auch auf Sachunterricht gänzlich verzichtet.
Dies wird von der Kultusministerkonferenz nicht nur unterstützt,
sondern sogar gefordert. Umso dringlicher ist es zur Stärkung des
Faches Kunst, sich auf die Kernkompetenzen, die es im Kunstunterricht
der Grundschule heute zu erwerben gilt, zu besinnen und von dort aus
interdisziplinäre Inhalte, Ziele und Methoden zu entwickeln. Ästhetische
Bildung findet interdisziplinär statt, jedoch nur, wenn dabei die
Spezifik des jeweiligen Faches bewahrt bleibt. Constanze Kirchner, Dr. phil., ist Professorin für Kunstpädagogik an der Universität Augsburg. Arbeitsschwerpunkte sind u. a. Grundschuldidaktik Kunst, Vermittlung zeitgenössischer Kunst, ästhetisches Verhalten von Kindern und Jugendlichen, Identitätsentwicklung und Kreativitätsförderung, siehe auch: http://www.philso.uni-augsburg.de/de/lehrstuehle/kunstpaed/mitarbeiter/kirchner/
Littke,
Joachim In den letzten Jahren ist durch das technische Aufrüsten der Handys
ein multifunktionales Instrument entstanden, mit dem man u. a. auch kleine
Filme erstellen kann. Viele Schüler nutzen diese Möglichkeit
inzwischen zu unterschiedlichen Zwecken. In den letzten beiden Jahren
ist aus dem Medium jugendlicher Subkultur ein eigenes Genre entstanden
mit Wettbewerben und namhaften Preisen. Joachim Littke: Studiendirektor in Willich; Lehrbeaufttragter an der Kunstakademie Düsseldorf; 1988-2007 Beauftragter für Lehrerfortbildung bei der Bezirksregierung Düsseldorf; seit 2007 Co-Leiter des Kompetenzteams
Loffredo, Anna-Maria Im Fach Kunst findet die Methode Anwendung, um von einem Bild ausgehend einen Bilderatlas für eine Bildannäherung und -untersuchung zu entwickeln. In dieser Sektion erhalten die Teilnehmer neben den bereits in der Fachliteratur dokumentierten Beispielen bei Bildern der Malerei einen Einblick, wie man die Methode „Kartografieren“ auch auf Neue Medien („bewegte“ Bilder wie TV-Trailer, Musikvideoclips) übertragen kann. Im Sinne einer Crossover-Didaktik werden Bildzitate der Kunstgeschichte zum Thema „Religion“ in Bildern der Pop-Kultur decodiert und eine mögliche Unterrichtsreihe (geeignet ab Kl. 9) dazu skizziert. Anna-Maria Loffredo: Studienrätin der Fächer Kunst und Sozialwissenschaften
(Gymnasium)
Lynen, Hans-Peter Die Hochschulen – auch die Kunsthochschulen – genießen
seit langem eine Fülle von Selbstverwaltungsmöglichkeiten und
-rechten, die man oft mit dem auch hier zu pauschalen Begriff „Autonomie“ umfasst.
Hier sind (bei vom Staat getragenen) Hochschulen zwei Bereiche zu unterscheiden,
die unterschiedlichen Kategorien von Autonomie unterliegen: „akademische“ Angelegenheiten
(Wissenschaft und Kunst, Lehre und Forschung) und „staatliche“ Angelegenheiten
(Personal, Finanzen und Gebäude/Einrichtungen). Prof. Dr. iur. Dr. h.c. Peter M. Lynen: Publikationen (Auszüge)
Meis, Mona-Sabine In dieser Sektion werden konkrete Projekte und Konzepte für die
Kooperation von schulischen und außerschulischen Aktivitäten
vorgestellt und entwickelt. Mona-Sabine Meis: Professorin für Kunst- und Kulturpädagogik an der Hochschule Niederrhein; Kunststudium an der Wuppertaler Universität und der Akademie Düsseldorf; Promotion in Kunstgeschichte/Sepulkralkultur, Zusatzqualifikationen in Theaterpädagogik, Kunst- und Kreativtherapie, Supervision und Coaching; langjährige Tätigkeit in der Schule als Lehrerin; Fachleiterin, Moderatorin und Fortbildungsleiterin für die Bezirksregierung Düsseldorf für die Bereiche Kunst und Darstellen und Gestalten, Kommunikation, Konflikt und Körpersprache): diverse Veröffentlichungen
Merkel, Ingrid Es
ist das gemeinsame Bestreben aller Bundesländer, Kunst und Kultur
im Leben von Kindern und Jugendlichen fest zu verankern. Die vergleichbaren
Anstrengungen zur Umsteuerung des Bildungswesens von der vorgaben- zur
zielbasierten Ergebnissteuerung eröffnen den Schulen in den einzelnen
Ländern eine größere organisatorische und pädagogische
Selbständigkeit in der Gestaltung ihrer Lernkultur. Ingrid Merkel, Direktorin,
Landesakademie für Schulkunst, Schul- und Amateurtheater Schloss
Rotenfels, Gaggenau-Bad Rotenfels
Mersmann, Birgit Bildende Kunst wird seit Anfang der 90er Jahre in einem bis dahin ungekannten
Ausmaß global produziert, rezipiert und vermarktet. Diese Entwicklung
spiegelt sich in der neuen Mobilität und internationalen Verflechtung
bildender Künstler wider, ebenso in der weltweit florierenden Einrichtung
von Kunstbiennalen und Neugründung von Museen für zeitgenössische
Kunst in der so genannten nicht-westlichen Welt, insbesondere in Asien,
den arabischen Ländern und Lateinamerika. Durch diesen Globalisierungsschub
bildender Kunst haben inter- und transkulturelle Bildphänomene im
wissenschaftlichen und didaktischen Diskurs über „Kunst und
Medien“ zunehmend an Bedeutung gewonnen. Birgit Mersmann ist Professorin für nicht-westliche und europäische Kunst an der internationalen Jacobs University in Bremen; 2005-2008 Wissenschaftliche Mitarbeiterin am Nationalen Forschungsschwerpunkt (NFS) »Bildkritik. Macht und Bedeutung der Bilder« an der Universität Basel; Forschungsschwerpunkte: Moderne und zeitgenössische westliche und asiatische Kunst, Bildwissenschaft, Mediologie, Inter- und Transkulturalität, Übersetzung, Schriftbildlichkeit.
Meyer, Torsten Der aktuelle Bildüberschuss überfordert den Betrachter, der mit dem Anspruch, jedem Bild einzeln seine Aufmerksamkeit zu schenken, in eine Ausstellung geht, ebenso wie den Kunstpädagogen, der daran eine auf das Bild im Singular bezogene Bildkompetenz entwickeln will. Gemeinsam mit den beiden kiss-Stipendiatinnen Theresa Rieß und Julia Ziegenbein, die aus ihren Unterrichtsprojekten in Kooperation mit den Künstlern Peter Piller und Com&Com berichten, werden Fragen nach dem aktuellen Gebrauch der Bilder und dessen Folgen für die Kunstpädagogik diskutiert. Torsten Meyer, Dr. phil, Juniorprofessor für „Erziehungswissenschaft unter besonderer Berücksichtigung der Forschung und Lehre im Bereich Multimedia mit einem Schwerpunkt in der Didaktik der Bildenden Kunst“, Arbeitsbereich Ästhetische Bildung und Medienpädagogik, Universität Hamburg. http://mms.uni-hamburg.de/meyer Theresa Rieß, Studentin der Kunstpädagogik an der Kunsthochschule Kassel, Stipendiatin kiss 2008, Kooperation mit Com&Com. http://bdk-online.info/kiss Julia Ziegenbein, Studentin der Kunstpädagogik an der Universität und Hochschule für Bildende Künste Hamburg, Stipendiatin kiss 2008, Kooperation mit Peter Piller. http://bdk-online.info/kiss
Michl,
Thomas
Dr. Thomas Michl: geb. 1972
Pauls, Karina Raumerfahrungen gehören zur Lebenswirklichkeit unserer SchülerInnen und doch steht der Raum im Schulalltag selten als Gestaltbares im Vordergrund. Der Kunstunterricht jedoch bietet die Möglichkeit, sich mit der Gestaltbarkeit von Raum und mit der Erzeugung bestimmter Raumsituationen zu befassen. In dieser Sektion werden ausgewählte Werke von Gregor Schneider, Rachel Whiteread und Ilya Kabakov Anlass zu einer intensiven Auseinandersetzung mit Fragen der Darstellung und des Schaffens neuer Räume geben. Anhand von konkreten Unterrichtsbeispielen sollen Möglichkeiten diskutiert werden, Raum im Kunstunterricht zu thematisieren und eine bewusstere Wahrnehmung von Raumwirkungen zu fördern. Karina Pauls, geb. 1977, Studium Lehramt Sek. I u. II Englisch (Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf) und Kunst (Kunstakademie Düsseldorf), 2002 Meisterschülerin von Prof. Irmin Kamp, 2003 Erstes Staatsexamen. Tätigkeit in der Museumspädagogik im Museum Abteiberg Mönchengladbach und im Kulturforum Alte Post, Schule für Kunst und Theater der Stadt Neuss. 2008 Promotion an der Kunstakademie Düsseldorf (Fachbereich Kunstbezogene Wissenschaften). 2008 Zweites Staatsexamen. Im Schuldienst tätig.
Jupe, Ralf Das Zentralabitur erhält auch für das Schulfach Kunst zunehmend
an Bedeutung. Es gibt Bundesländer, z.B. Baden-Württemberg,
in denen diese zentrale Form einer schulischen Abschlussprüfung
schon Tradition hat, und es gibt Bundesländer, z.B. Nordrhein-Westfalen,
in denen sie noch jung ist und erst beginnt, auf den Kunstunterricht
bestimmenden Einfluss zu nehmen. Ralf Jupe: Kunstpädagoge; Fachleiter Für Kunst und Hauptseminarleiter
am Studienseminar Neuss; ehemaliges Mitglied der Aufgabenkommission für
das Zentralabitur im Fach Kunst in NRW
Preuss, Rudolf KünstlerInnen und KunstpädagogInnen sind ein ungleiches Gespann. Rudolf Preuss, OStR
Reuter, Guido In dem Maße, wie die in den Kunstwerken der Renaissance und des Barock ansichtige Bewegung zum Eindruck der Verlebendigung und in Folge zur Vergegenwärtigung der Bilder und Skulpturen beitrug, sollte diese gleichfalls dazu führen, die Augen des Betrachters in Erstaunen darüber zu versetzen, dass leblose Dinge – wie Leinwand, Marmor oder Holz – bewegte Figuren zeigten. Ludovico Dolce äußerte hinsichtlich dieses Aspekts 1557 im Aretino: „Und wirklich ist es etwas Anmutiges und das Auge des Beschauers überrascht, auf Leinwand, Marmor oder Holz eine leblose Gestalt zu sehen, die sich zu bewegen scheint.“ Aus kunsthistorischer Perspektive sollen in dieser Sektion künstlerische Verfahren thematisiert werden, die zu einem gezielten Oszilieren des Kunstwerks zwischen Schein und Sein führen. Prof. Dr. Guido Reuter Literatur in Auswahl:
Richard,
Birgit Das
Internet bildet ein riesiges Reservoir von neuen Kreativitätsformen
Jugendlicher. Jenseits bisheriger erzieherischer Instanzen, kommt es
zu einer freiwilligen visuellen Bildung durch Gleichgesinnte. Dieses
Phänomen erläutern wir zum einen durch künstlerische Videoclips
auf der Plattform YouTube, bei denen Heranwachsende als kreative Medienmeister
agieren, sowie zum anderen durch Exponate der FanArt, bei der Jugendliche
ihre Zeichnungen, Malerei, Fotos, Games u.a. auf speziellen Portalen
ausstellen. Immer stehen Wettbewerb, Self-Education und sozialer Austausch
im Vordergrund. Prof. Dr. Birgit Richard, Johann-Wolfgang Goethe Universität, Institut
für Kunstpädagogik, Sektion Neue Medien Dr. Jutta Zaremba, wissenschaftliche
Mitarbeiterin
Rooch, Alarich Alltägliches
Leben vollzieht sich in architektonisch gestalteten Räumen, die
Bilder im Bewußtsein erzeugen. Daher ist Orientierung
in diesen Räumen mit ihren hochkomplexen Strukturen besonders notwendig.
Dennoch wird in der schulischen Ausbildung der Umgang mit diesen Bildern
zu oft vernachlässigt. Das hängt mit den besonderen Problemen
der Vermittlung architektonischer Räume als Ordnungs- und Wahrnehmungskategorien
im Kunstunterricht zusammen. Alarich Rooch, Dr. phil habil.: Professor für Kunstgeschichte/Kunstwissenschaft an der Universität Bremen; Lehrbauftragter an der Kunstakademie Düsseldorf P
Peter Schüller In K21 Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen sind unterschiedliche Vorstellungen
vom Bild in der Kunst seit 1980 zu erleben. Vor Werken von so renommierten
Künstlern wie Jeff Wall, Andreas Gursky, Thomas Ruff, Magnus von
Plessen, William Kentridge u.a. sollen Möglichkeiten und Grenzen
der Abbildung sowie die Selbstreferentialität der Medien diskutiert
werden. Das Gespräch über Möglichkeiten der Vermittlung
kreist um die Fragen nach Kompetenz im Umgang mit Originalen im Museum,
im Umgang mit unterschiedlichen Bildformen und in der Reflexion der Bildmedien.
Schulz, Frank In dieser Sektion wird der Diskurs zu grundlegenden Orientierungen
heutiger Kunstpädagogik schwerpunktmäßig zu folgenden Aspekten
geführt: Frank Schulz: Dr. phil. habil.; Jg. 1952; Studium der Kunsterziehung und Geschichte an der niversität Leipzig; Schuldienst in Leipzig; Dissertation zu Problemen des künstlerischen Schaffensprozesses; Zusatzstudium Ästhetik an der Universität Leningrad bei Moissej Kagan und Forschungsarbeit in der Eremitage; Habilitation zu Problemen des künstlerischen Talents; seit 1993 Professor für Kunstpädagogik/Kunstdidaktik und Leitung des Institutes für Kunstpädagogik der Universität Leipzig; seit 2001 ehrenamtliche Tätigkeit als Kunstlehrer am BIP Kreativitätsgymnasium Leipzig; Mitherausgeber von KUNST+UNTERRICHT sowie der Reihe »Kontext Kunstpädagogik« im kopaed-Verlag München.
Schwarz, Andreas Am Beispiel der so genannten Grundfarben, soll grundsätzlich die
Frage aufgeworfen werden, wie viel und welche Farbentheorie ein zeitgemäßer
Kunstunterricht heute braucht.
Sondermann, Vanessa Es gehörte schon immer zu der Tradition der großen
Akademien, eigene Sammlungen nicht nur zu Repräsentationszwecken,
sondern vor allem als Lehrsammlung zu Studienzwecken für die Akademie
aufzubauen. In den 30er Jahre wurde die alte, berühmte Graphik-
und Handzeichnungssammlung der Kunstakademie Düsseldorf als Depositum
und Leihgabe an das Kunstmuseum Düsseldorf (heute: museum kunst
palast) übergeben. Ab Anfang
der 90er Jahren entstand jedoch bereits der Wunsch eine neue Sammlung
aufzubauen, in der Tradition und Lehre der Düsseldorfer Akademie
in einer aktuellen Studiensammlung zusammengebracht und präsentiert
werden sollten. Dr. Vanessa Sondermann, geb. 1976 in Köln; Studium der Kunstgeschichte, Klassischen Archäologie und Mittleren und Neueren Geschichte an den Universitäten zu Köln und Bonn; Promotion an der Staatlichen Hochschule für Gestaltung Karlsruhe 2004; Diplom für Kulturelles Management an der VWA in Köln 2003; seit 2003 Mitarbeit am Privat-Rechtlichen Institut der Universität zu Köln und Organisatorin der Diplom-Kurse „Kulturelles Management“ der VWA; seit 2005 wissenschaftliche Assistentin der Akademie-Galerie – Die Neue Sammlung, seit 2007 zusätzlich zuständig für den Bereich Öffentlichkeitsarbeit an der Kunstakademie Düsseldorf
Ströter-Bender, Jutta Im Rahmen der so genannten World Heritage Education zur Vermittlung
des UNESCO-Welterbes haben sich auch für die Kunstpädagogik
inhaltlich und methodisch neue Unterrichtsfelder entwickelt. Jutta Ströter-Bender, Prof. Dr., seit 2001 Professorin an der Universität Paderborn im Fach Kunst, Lehr- und Forschungsschwerpunkte: World Heritage Education, Interkulturelle Kunstpädagogik und Malerei, Kontakt: jutta.stroeter@web.de Das digitale Museumskofferarchiv an der Universität
Paderborn: Buchveröffentlichungen
zum Themenbereich:
Uhlig, Bettina In einer immer stärker visuell verfassten Kultur ist die Entwicklung bildsprachlicher Kompetenzen nicht nur eine Herausforderung für Heranwachsende, sondern gleichermaßen ein zentrales Bildungsanliegen. Die Sektion befasst sich vor diesem Hintergrund mit dem kindlichen Bildverständnis und hat dabei sowohl Kinder im Kindergartenalter als auch Grundschulkinder im Blick. Es wird der Frage nachgegangen, wie Kinder lernen, sich in der visuellen Welt zu orientieren, welche Strategien sie finden, um Bildern (rezeptiv und gestalterisch) zu begegnen und welche Verstehenshorizonte sie dabei entwickeln. Daran schließen sich Überlegungen und Vorschläge zur gezielten kunstpädagogischen Förderung bildsprachlicher Kompetenzen an. Bettina Uhlig: Dr. phil.; ist Professorin für Kunst und ihre Didaktik an der Pädagogischen Hochschule Ludwigsburg; Arbeitsschwerpunkte sind u.a.: Kunstvermittlung, Bildhermeneutik, Bildpräferenzen jüngerer Kinder, Philosophieren mit Kindern; siehe: http://www.ph-ludwigsburg.de/727.html
Wagner, Ernst Bildkompetenz ist in aller Munde. Schnell einigen sich Kunstpädagogen
heute auf diesen Begriff, um das prominenteste Ziel des Fachs zu benennen.
Doch der Begriff bleibt meist schwammig. Klärung kann zunächst
der Blick auf aktuelle bildwissenschaftliche Konzepte bringen, die in
dieser Sektion in einem Überblick vorgestellt werden. Auf der anderen
Seite artikuliert die Fachdidaktik konkrete Fragen an die aktuelle Unterrichtspraxis. Ernst Wagner: Dr. phil.; Jg. 1952; Studium an der Akademie der Bildenden Künste München; seit 30 Jahren Kunstpädagoge an Gymnasien; Promotion in Kunstgeschichte; seit 1998 Mitarbeit im Bundesvorstand des BDK Fachverband für Kunstpädagogik; seit 2005 Referent für Kunst am Staatsinstitut für Schulqualität und Bildungsforschung in München
Wiegelmann-Bals, Annette In dieser Sektion wird der Frage nachgegangen, wie sich die veränderte Medienrezeption und die in der Populärkultur konstruierten medialen und virtuellen Bildwelten auf Heranwachsende und die Qualität ihrer künstlerischen Erzeugnisse auswirken. Es soll diskutiert werden, welche Kompetenzen und kunstpädagogischen Ansätze erforderlich sind, um Kindern und Jugendlichen einerseits die Möglichkeit zu geben, ihre Medienwelterfahrungen unzensiert kommunizieren und anderseits kritisch reflektieren zu können. Dr. Annette Wiegelmann-Bals ist derzeit als Lehrerabordnung am Lehrstuhl von Frau Prof. Dr. Jutta Ströter-Bender im Fach Kunst an der Universität Paderborn tätig. Ihre Forschungsschwerpunkte sind Neue Medien, insbesondere Bildschirmspiele und ästhetische Sozialisation, Qualitative empirische Forschung in der Kunstpädagogik und Kulturvermittlung. Johanna Tewes ist als wissenschaftliche Mitarbeiterin am Lehrstuhl von Frau Prof. Dr. Jutta Ströter-Bender im Fach Kunst an der Universität Paderborn tätig. Ihre Forschungsbereiche sind mythologische Aspekte in der Populärkultur, ästhetische Sozialisation und Kulturvermittlung.
Winderlich, Kirsten Dass Raum in der Schule Einfluss auf Unterricht und Bildung nimmt ist
unumstritten. Die aktuelle Architektur zeigt darüber hinaus, wie über
den Raum ästhetische Bildungsprozesse angestoßen werden können,
die das ganztägige Lernen bereichern und die Kunstpädagogik
in der Schule, auch über den Kunstunterricht hinaus, im Sinne eines
Bildungsortes platzieren. Dr. Kirsten Winderlich: Wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Fachhochschule
Potsdam für Ästhetische Bildung,
Zumbansen, Lars Die anhaltende Attraktivität aktueller Computerspiele
für Heranwachsende
ist auch erklärbar durch die Besonderheiten der bildgestützten
Vermittlungssysteme, die Spieler und Spielwelt auf medienspezifische
Weise miteinander verschalten und dem Spieler damit eine multiperspektivische
Rollenposition nahe legen. Durch derartige Spielarrangements habitualisieren
Jugendliche damit bestimmte Sichtweisen auf die Welt und das eigene Selbst,
die zugleich favorisierte Wertekonzepte der zeitgenössischen Kultur
zum Ausdruck bringen. Lars Zumbansen (Jg. 1977), Dr. phil.; Studium der Germanistik, Kunst und Erziehungswissenschaft. Lehrbeauftragter im Fach Kunst an der Universität Paderborn. Promotion über die ästhetischer Orientierungen in phantastischen Bildschirmspielen. Die u.a. kultursemiotisch ausgerichtete Untersuchung wurde 2008 mit dem Nachwuchsförderpreis der Deutschen Gesellschaft für Semiotik (DGS) ausgezeichnet. Seit 2008 Studienreferendar am Gymnasium Harsewinkel. Marie Beschorner (Jg. 1981), M.A.; Studium der Germanistik, Kunst und Erziehungswissenschaft. Doktorandin und wissenschaftliche Mitarbeiterin am Lehrstuhl für Medienästhetik an der Universität Paderborn, E-Mail: MarieBeschorner@gmx.de |
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Prof. Dr. Kunibert Bering, Didaktik der Bildenden Künste an der Kunstakademie Düsseldorf
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